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325.000
neue Fälle von invasivem schwarzem Hautkrebs (Melanom) wurden für 2020 weltweit geschätzt; bleiben die Raten gleich, wären es 2040 rund 510.000 pro Jahr.
Arnold M, Singh D, Laversanne M et al. Global Burden of Cutaneous Melanoma in 2020 and Projections to 2040. JAMA Dermatol 2022;158(5):495-503
Was laut Studien hilft
WahrscheinlichCochrane-Metaanalyse
Rauchstopp vor Operationen und Wundheilung
Rauchende haben nach Operationen häufiger Probleme mit der Wundheilung. Intensive Rauchstopp-Programme mit wöchentlicher Beratung und Nikotinersatz, mindestens vier Wochen vor der Operation begonnen, senkten in zwei kleinen randomisierten Studien die Wundkomplikationen deutlich. Kurze Beratung zeigte keinen solchen Effekt.
Design
Cochrane-Übersicht: dreizehn randomisierte Studien mit 2010 Menschen, die vor einer Operation rauchten; sieben berichteten Komplikationen nach der Operation. Ergänzend eine Metaanalyse von 140 Kohortenstudien mit 479.150 Operierten.
Ergebnis
Intensive Programme (2 Studien, 210 Personen): Wundkomplikationen relatives Risiko 0,31 (Vertrauensbereich 0,16 bis 0,62), Komplikationen insgesamt 0,42. Kurzinterventionen: kein Hinweis auf weniger Komplikationen. In Kohortenstudien hatten Rauchende eine 2,27-mal so hohe Chance (Odds Ratio, bereinigt) auf Wundkomplikationen wie Nichtrauchende.
Einordnung
Die Cochrane-Autoren bewerteten die Qualität der Belege als mittel, weil zu jedem Vergleich nur wenige Studien beitrugen. Am ehesten wirken laut ihnen Programme, die vier bis acht Wochen vor der Operation beginnen. Ehemalige Rauchende hatten in den Kohortenstudien weiterhin mehr Heilungsprobleme als Menschen, die nie geraucht haben. In 4 randomisierten Studien der zweiten Übersicht senkte ein Rauchstopp Wundinfektionen, andere Heilungsprobleme aber nicht signifikant.
Quelle: Thomsen T, Villebro N, Møller AM. Interventions for preoperative smoking cessation. Cochrane Database Syst Rev 2014;(3):CD002294. doi:10.1002/14651858.CD002294.pub4
Quelle: Sørensen LT. Wound healing and infection in surgery. The clinical impact of smoking and smoking cessation: a systematic review and meta-analysis. Arch Surg 2012;147(4):373-383. doi:10.1001/archsurg.2012.5
In einem Langzeitversuch in Australien bremste tägliches Eincremen von Kopf und Armen die Hautalterung: Sie fiel um 24 % geringer aus als beim Eincremen nach Belieben. Zehn Jahre nach Versuchsende gab es in der Gruppe mit täglicher Sonnencreme halb so viele neue Melanome; dieser Unterschied war statistisch knapp nicht gesichert.
Design
Nambour-Studie: 1.621 zufällig ausgewählte Erwachsene von 25 bis 75 Jahren in Queensland (Australien), von 1992 bis 1996 per Los auf tägliche Breitband-Sonnencreme für Kopf und Arme oder Eincremen nach eigenem Ermessen verteilt. Die Hautalterung wurde bei 903 Teilnehmenden unter 55 Jahren verblindet beurteilt.
Ergebnis
Hautalterung: 24 % geringer bei täglicher Anwendung (relative Odds 0,76; Vertrauensbereich 0,59 bis 0,98); in dieser Gruppe war nach 4,5 Jahren keine messbare Zunahme zu sehen. Neue Melanome bis 2006: 11 gegenüber 22 (Hazard Ratio 0,50; Vertrauensbereich 0,24 bis 1,02); invasive Melanome 3 gegenüber 11.
Einordnung
Eine einzelne, aber randomisierte Studie in einer sehr sonnenreichen Region. Beim Melanom reichte der Vertrauensbereich bis 1,02, ein Zufallsbefund ist also nicht ausgeschlossen; die Autoren schreiben, Melanome seien durch regelmäßige Sonnencreme möglicherweise vermeidbar. Bei der Hautalterung fehlten teils Daten. Die Auswertung zur Hautalterung finanzierte der staatliche australische Forschungsrat (NHMRC).
Quelle: Green AC, Williams GM, Logan V, Strutton GM. Reduced melanoma after regular sunscreen use: randomized trial follow-up. J Clin Oncol 2011;29(3):257-263. doi:10.1200/JCO.2010.28.7078
Quelle: Hughes MC, Williams GM, Baker P, Green AC. Sunscreen and prevention of skin aging: a randomized trial. Ann Intern Med 2013;158(11):781-790. doi:10.7326/0003-4819-158-11-201306040-00002
Bei Menschen, die in den 5 Jahren zuvor schon mindestens zweimal hellen Hautkrebs hatten, senkte Nicotinamid (zweimal täglich 500 mg) über 12 Monate die Rate neuer Fälle um 23 % gegenüber Placebo. Nach dem Absetzen war kein Nutzen mehr zu sehen. Bei Organtransplantierten wirkte es in einer zweiten Studie nicht.
Design
ONTRAC: doppelblinde Phase-3-Studie mit 386 Teilnehmenden mit mindestens zwei hellen Hautkrebsen (Basalzell- oder Plattenepithelkarzinom) in den 5 Jahren zuvor; 500 mg Nicotinamid zweimal täglich oder Placebo für 12 Monate.
Ergebnis
Neue helle Hautkrebse: 23 % seltener (Vertrauensbereich 4 bis 38). Aktinische Keratosen (Vorstufen) nach 12 Monaten 13 % seltener. Keine auffälligen Unterschiede bei Nebenwirkungen. Kein Nutzen mehr nach dem Absetzen.
Einordnung
Gilt für Menschen mit hohem Risiko, nicht für Gesunde. In der Folgestudie ONTRANS mit 158 Organtransplantierten (wegen schleppender Rekrutierung vorzeitig beendet) gab es keinen Unterschied: 207 gegenüber 210 neue Hautkrebse. Beide Studien finanzierte der staatliche australische Forschungsrat (NHMRC).
Quelle: Chen AC, Martin AJ, Choy B et al. A Phase 3 Randomized Trial of Nicotinamide for Skin-Cancer Chemoprevention. N Engl J Med 2015;373(17):1618-1626. doi:10.1056/NEJMoa1506197
Quelle: Allen NC, Martin AJ, Snaidr VA et al. Nicotinamide for Skin-Cancer Chemoprevention in Transplant Recipients. N Engl J Med 2023;388(9):804-812. doi:10.1056/NEJMoa2203086
Tretinoin-Creme in 0,05-prozentiger Stärke besserte in einer Studie über 24 Wochen feine Fältchen, fleckige Pigmentierung und Rauheit lichtgeschädigter Gesichtshaut stärker als dieselbe Creme ohne Wirkstoff. Häufigste Nebenwirkungen waren Rötung, Schälen und Brennen der Haut.
Design
Doppelblinde, randomisierte Studie an mehreren Zentren mit 296 Personen mit lichtgeschädigter Gesichtshaut; Tretinoin 0,05 %, 0,01 % oder 0,001 % gegenüber wirkstofffreier Grundcreme über 24 Wochen.
Ergebnis
Mit 0,05 % zeigten 68 % eine Besserung gegenüber 43 % mit der Grundcreme; sehr gute oder gute Besserung bei 26 % gegenüber 11 %. Die niedrigeren Stärken unterschieden sich nicht von der Grundcreme.
Einordnung
Eine einzelne Studie aus dem Jahr 1992. Angaben zur Finanzierung enthält die Zusammenfassung nicht. Leichte bis mäßige Hautreizungen waren bei 0,05 % am häufigsten, schränkten die Anwendung aber meist nicht ein.
Quelle: Olsen EA, Katz HI, Levine N et al. Tretinoin emollient cream: a new therapy for photodamaged skin. J Am Acad Dermatol 1992;26(2 Pt 1):215-224. doi:10.1016/0190-9622(92)70030-j
Wer jemals ins Solarium ging, hatte in Beobachtungsstudien ein 1,20-mal so hohes Risiko für schwarzen Hautkrebs (Melanom). Bei erster Nutzung vor dem 35. Lebensjahr lag es beim 1,87-Fachen, und mit jeder zusätzlichen Sitzung pro Jahr stieg es weiter. Die Krebsforschungsagentur der WHO stuft Solarien als krebserregend für Menschen ein (Gruppe 1).
Design
Systematische Übersicht und Metaanalyse von 27 Beobachtungsstudien zur jemaligen Solariennutzung.
Ergebnis
Relatives Risiko 1,20 (Vertrauensbereich 1,08 bis 1,34); nur Kohorten- und bevölkerungsbasierte Studien: 1,25. Pro zusätzlicher Sitzung pro Jahr 1,8 % mehr Risiko. Erste Nutzung vor 35 Jahren: 1,87 (13 Studien). Für 2008 schätzten die Autoren in westeuropäischen Ländern 3.438 Melanome als durch Solarien bedingt, die meisten (2.341) bei Frauen.
Einordnung
Beobachtungsdaten zeigen einen Zusammenhang; das Risiko stieg mit der Zahl der Sitzungen. Hinweise auf Publikationsbias fanden sich nicht. Die Autoren gaben keine Interessenkonflikte an. 2009 stufte die Internationale Krebsforschungsagentur (IARC) Solarien in Gruppe 1 ein.
Quelle: Boniol M, Autier P, Boyle P, Gandini S. Cutaneous melanoma attributable to sunbed use: systematic review and meta-analysis. BMJ 2012;345:e4757. doi:10.1136/bmj.e4757
Rauchen hängt mit sichtbar älterer Gesichtshaut zusammen. Bei eineiigen Zwillingen, die sich im Rauchen unterschieden, hatte der rauchende Zwilling unter anderem ausgeprägtere Tränensäcke, tiefere Nasolabialfalten und mehr Falten an der Oberlippe. Je länger Zwillinge geraucht hatten, desto älter wirkten sie.
Design
Zwei Beobachtungsstudien beim Zwillingsfestival in Twinsburg (USA): 79 eineiige Zwillingspaare mit unterschiedlicher Rauchgeschichte (Fotos von drei verblindeten Gutachtern bewertet) sowie 186 eineiige Zwillingspaare (Fotos von einem Gremium bewertet).
Ergebnis
Rauchende Zwillinge schnitten schlechter ab bei Oberlid-Hautüberschuss, Tränensäcken, Nasolabialfalten, Falten an Ober- und Unterlippe sowie Hängebäckchen. Stirnfalten, Zornesfalte und Krähenfüße unterschieden sich nicht signifikant. In der größeren Studie wirkten Zwillinge umso älter, je länger sie geraucht hatten.
Einordnung
Beobachtungsdaten, nur anhand von Fotos beurteilt. Der Zwillingsvergleich gleicht die Gene aus, aber nicht alle Lebensumstände; in der größeren Studie ging auch mehr Sonne mit älterem Aussehen einher. Ob ein Rauchstopp die Haut wieder jünger wirken lässt, wurde nicht untersucht.
Quelle: Okada HC, Alleyne B, Varghai K, Kinder K, Guyuron B. Facial changes caused by smoking: a comparison between smoking and nonsmoking identical twins. Plast Reconstr Surg 2013;132(5):1085-1092. doi:10.1097/PRS.0b013e3182a4c20a
Quelle: Guyuron B, Rowe DJ, Weinfeld AB et al. Factors contributing to the facial aging of identical twins. Plast Reconstr Surg 2009;123(4):1321-1331. doi:10.1097/PRS.0b013e31819c4d42
Noch offenLeitlinien-Empfehlung (USPSTF) und Registerdaten
Hautkrebs-Screening ohne Beschwerden
Ob eine Hautuntersuchung beim Arzt ohne Beschwerden Leben rettet, ist nicht belegt. Das unabhängige US-Expertengremium für Vorsorge (USPSTF) hält die Datenlage für unzureichend. In Deutschland, wo Erwachsene ab 35 alle 2 Jahre Anspruch auf ein Screening haben, sank die Melanom-Sterblichkeit nicht stärker als in Nachbarländern ohne solches Programm.
Design
USPSTF-Empfehlung 2023 auf Basis einer systematischen Übersicht, für Jugendliche und Erwachsene ohne Beschwerden und ohne frühere Hautkrebs-Vorstufen. Deutsche Vergleichsstudie: Melanom-Sterblichkeit 2009 bis 2022 in 15 Bundesländern gegenüber 9 Nachbarländern ohne bevölkerungsweites Screening.
Ergebnis
USPSTF: Nutzen und Schaden einer Hautuntersuchung durch Ärztinnen und Ärzte sind nicht abschätzbar (I-Statement). Deutschland: Sterblichkeit sank um 1,8 % pro Jahr gegenüber 2,2 % in den Vergleichsländern; kein signifikanter Unterschied.
Einordnung
Das USPSTF-Urteil heißt: Die Daten reichen nicht, um Nutzen und Schaden abzuwägen. Die deutsche Studie ist eine Beobachtungsstudie auf Bevölkerungsebene; nur etwa 32 % nahmen innerhalb von 2 Jahren teil. Die Aussagen gelten nur für Menschen ohne Beschwerden.
Quelle: US Preventive Services Task Force; Mangione CM, Barry MJ, Nicholson WK et al. Screening for Skin Cancer: US Preventive Services Task Force Recommendation Statement. JAMA 2023;329(15):1290-1295. doi:10.1001/jama.2023.4342
Quelle: Hübner J, Schumann L, Eisemann N, Katalinic A, Beckhaus J. Population Skin Cancer Screening and Melanoma Mortality Rates. JAMA Dermatol 2026;162(8):775-779. doi:10.1001/jamadermatol.2026.1527
Ob Entspannungsverfahren oder ein Training gegen das Kratzen Neurodermitis spürbar bessern, ist offen: Die Studien waren sehr klein, die Belege von geringer oder sehr geringer Vertrauenswürdigkeit. Am besten belegt sind Gruppenschulungen; sie verringern Ekzem-Zeichen wahrscheinlich, aber womöglich weniger, als für einen spürbaren Unterschied nötig wäre.
Design
Cochrane-Übersicht: 37 randomisierte Studien mit 6170 Kindern und Erwachsenen; Schulungs- und psychologische Angebote zusätzlich zur üblichen Behandlung.
Ergebnis
Gruppenschulung: Ekzem-Schwere (SCORAD) langfristig im Mittel 7,22 Punkte niedriger (mittlere Vertrauenswürdigkeit). Training gegen Kratzgewohnheiten: 6,57 Punkte niedriger (1 Studie, 33 Personen, geringe Vertrauenswürdigkeit). Entspannungstherapie: Wirkung auf die Hautzeichen unklar (1 Studie, 24 Personen, sehr geringe Vertrauenswürdigkeit).
Einordnung
Als kleinster spürbarer Unterschied gelten 8,7 SCORAD-Punkte; alle günstigen Effekte sind laut den Autoren von unsicherer klinischer Bedeutung. Studien zu psychologischen Therapien oder Selbsthilfe-Programmen fanden sie nicht.
Quelle: Singleton H, Hodder A, Almilaji O et al. Educational and psychological interventions for managing atopic dermatitis (eczema). Cochrane Database Syst Rev 2024;8(8):CD014932. doi:10.1002/14651858.CD014932.pub2
Dass mehr Trinken das Hautbild verbessert, ist nicht belegt. Eine Übersicht fand nur sechs kleine, methodisch schwache Studien. Darin stieg die Feuchtigkeit der obersten Hautschicht nach zusätzlichem Wasser leicht an, vor allem bei Menschen, die vorher wenig tranken. Ob mehr Trinken Zeichen trockener Haut verringert, muss laut den Autoren erst noch erforscht werden.
Design
Systematische Literaturübersicht (Charité Berlin): 216 Treffer, sechs eingeschlossene Interventions- und Beobachtungsstudien mit gesunden Erwachsenen; Durchschnittsalter der Gruppen 24 bis 56 Jahre.
Ergebnis
Ohne Berücksichtigung der Schwächen: leichter Anstieg der Hautfeuchtigkeit in der Hornschicht und in tieferen Schichten; weniger Zeichen von Trockenheit und Rauheit; Dehnbarkeit und Elastizität leicht erhöht. Unklare Zusammenhänge mit dem Wasserverlust über die Haut, dem Hautfett und dem pH-Wert.
Einordnung
Die Belege sind laut den Autoren nach Menge und methodischer Qualität schwach. Ein biologischer Mechanismus ist unbekannt, und ob der Zusammenhang auch bei älteren Menschen besteht, ist unklar.
Quelle: Akdeniz M, Tomova-Simitchieva T, Dobos G, Blume-Peytavi U, Kottner J. Does dietary fluid intake affect skin hydration in healthy humans? A systematic literature review. Skin Res Technol 2018;24(3):459-465. doi:10.1111/srt.12454
Noch offenKleine randomisierte Studie und Metaanalyse von Beobachtungsstudien
Ernährung und Akne
Junge Männer mit Akne, die 12 Wochen lang Kost mit niedriger glykämischer Last aßen, hatten in einer kleinen Studie weniger Pickel – nahmen aber auch ab. Milch und Milchprodukte hängen in Beobachtungsstudien mit etwas häufigerer Akne zusammen. Ob bestimmte Ernährung Akne verursacht oder bessert, ist damit offen.
Design
Randomisierte Studie: dreiundvierzig männliche Akne-Patienten von 15 bis 25 Jahren, 12 Wochen, Hautbefund verblindet beurteilt; Vergleichskost reich an Kohlenhydraten. Metaanalyse: 14 Beobachtungsstudien mit 78.529 Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen von 7 bis 30 Jahren.
Ergebnis
Kost mit niedriger glykämischer Last: Zahl der Akne-Herde sank im Mittel um 23,5 statt um 12,0; das Gewicht sank zugleich um 2,9 kg. Milch: Odds Ratio 1,25 für jegliche Milchprodukte gegenüber keiner Aufnahme; bei 1 Glas Milch täglich 1,41 gegenüber weniger als einmal pro Woche.
Einordnung
Die Ernährungsstudie war klein; die Autoren konnten den Effekt der Kost nicht vom Gewichtsverlust trennen. In der Milch-Metaanalyse wurden die Zusammenhänge nach Bereinigung schwächer, es gab Publikationsbias, und die Autoren raten zur Vorsicht. Eine Autorin erhielt Fördergeld der Danish Dairy Research Foundation (Milchforschung), ein Autor Honorare von Pharmafirmen.
Quelle: Smith RN, Mann NJ, Braue A, Mäkeläinen H, Varigos GA. A low-glycemic-load diet improves symptoms in acne vulgaris patients: a randomized controlled trial. Am J Clin Nutr 2007;86(1):107-115. doi:10.1093/ajcn/86.1.107
Quelle: Juhl CR, Bergholdt HKM, Miller IM et al. Dairy Intake and Acne Vulgaris: A Systematic Review and Meta-Analysis of 78,529 Children, Adolescents, and Young Adults. Nutrients 2018;10(8):1049. doi:10.3390/nu10081049
Kein Nutzen belegtMetaanalyse randomisierter Studien
Kollagen-Präparate gegen Hautalterung
Über alle 23 Studien hinweg schienen Kollagen-Präparate Feuchtigkeit, Elastizität und Falten der Haut zu verbessern. Studien ohne Geld von Pharmafirmen und hochwertige Studien fanden jedoch keinen Effekt; nur firmenfinanzierte Studien zeigten ihn. Die Autoren sehen keine klinischen Belege, dass Kollagen Hautalterung vorbeugt oder behandelt.
Design
Systematische Übersicht und Metaanalyse von 23 randomisierten Studien mit 1.474 Teilnehmenden; Literatur bis Juni 2024, ausgewertet auch nach Geldgeber und Studienqualität.
Ergebnis
Gesamtauswertung: signifikante Verbesserung von Hautfeuchtigkeit, Elastizität und Falten. Studien ohne Finanzierung durch Pharmafirmen: kein Effekt. Hochwertige Studien: kein signifikanter Effekt; Studien geringer Qualität: bessere Elastizität.
Einordnung
Laut den Autoren hatte zuvor keine Metaanalyse die Ergebnisse nach Geldgeber und Studienqualität getrennt ausgewertet.
Quelle: Myung SK, Park Y. Effects of Collagen Supplements on Skin Aging: A Systematic Review and Meta-Analysis of Randomized Controlled Trials. Am J Med 2025;138(9):1264-1277. doi:10.1016/j.amjmed.2025.04.034
Gesunde Babys im ersten Lebensjahr regelmäßig einzucremen, beugt Neurodermitis bis zum Alter von ein bis drei Jahren wahrscheinlich nicht vor. Hautinfektionen traten dabei wahrscheinlich etwas häufiger auf, und das Risiko für Nahrungsmittelallergien könnte steigen.
Design
Cochrane-Übersicht mit Einzelpersonen-Daten: 33 randomisierte Studien mit 25.827 Kindern; in die Metaanalysen gingen 11 Studien mit 5217 Kindern ein. Meist Neugeborene bis drei Wochen, oft mit erhöhtem Allergierisiko; vor allem Pflegecremes.
Ergebnis
Neurodermitis: relatives Risiko 1,03 (Vertrauensbereich 0,81 bis 1,31; mittlere Vertrauenswürdigkeit). Hautinfektionen: 1,33, also 17 Fälle mehr pro 1000 Kinder (mittlere Vertrauenswürdigkeit). Nahrungsmittelallergie: 2,53 (Vertrauensbereich 0,99 bis 6,49; nur 1 Studie, geringe Vertrauenswürdigkeit).
Einordnung
Alter beim Start, Dauer der Pflege und erbliches Risiko änderten das Ergebnis für Neurodermitis nicht. Es geht um vorbeugendes Eincremen gesunder Babys, nicht um die Behandlung bestehender Neurodermitis.
Quelle: Kelleher MM, Phillips R, Brown SJ et al. Skin care interventions in infants for preventing eczema and food allergy. Cochrane Database Syst Rev 2022;11(11):CD013534. doi:10.1002/14651858.CD013534.pub3