Länger leben, länger gesund. Was wirklich belegt ist.
Die Hebel mit den stärksten Belegen für mehr gesunde Lebensjahre, über alle Organe. Darunter, was trotz Werbung nicht belegt ist.
+14 J.
mehr Lebenserwartung ab 50 für Frauen (+12,2 Jahre für Männer) mit fünf Gewohnheiten gegenüber keiner: nie rauchen, BMI 18,5–24,9, täglich mindestens 30 Minuten Bewegung, hochwertige Ernährung, mäßig Alkohol.
Li Y et al. Impact of healthy lifestyle factors on life expectancies in the US population. Circulation 2018;138:345–355
Aussagen für diesen Schwerpunkt
Herz & KreislaufGut belegtWHO-Leitlinie
150–300 Minuten Bewegung pro Woche
Moderat, zum Beispiel zügiges Gehen oder Radfahren, oder 75–150 Minuten intensiv. Dazu an mindestens 2 Tagen Krafttraining.
Design
Leitlinie der Weltgesundheitsorganisation auf Basis systematischer Übersichtsarbeiten.
Ergebnis
Regelmäßige Bewegung senkt die Gesamt- und Herz-Kreislauf-Sterblichkeit sowie das Risiko für neuen Bluthochdruck. Auch weniger als empfohlen ist besser als gar nichts.
Für
Erwachsene, auch mit chronischen Erkrankungen.
Quelle: Bull FC et al. WHO guidelines on physical activity and sedentary behaviour. Br J Sports Med 2020;54:1451–1462. doi:10.1136/bjsports-2020-102955
Geprüft: 2026-10-24 (manuell + Agent-Audit)
Herz & KreislaufWahrscheinlichMetaanalyse von Beobachtungsstudien
Mehr Schritte, bis zu einem Plateau
Wer mehr geht, stirbt seltener vorzeitig. Ab etwa 6.000–8.000 Schritten (ab 60 Jahren) bzw. 8.000–10.000 (unter 60) flacht der Nutzen ab.
Design
15 Kohortenstudien, 47.471 Erwachsene.
Ergebnis
Das Viertel mit den meisten Schritten (Median rund 10.900) hatte ein um 53 % niedrigeres Sterberisiko als das mit den wenigsten (rund 3.600; Hazard Ratio 0,47).
Einordnung
Beobachtungsdaten zeigen einen Zusammenhang, keinen Beweis für Ursache und Wirkung.
Quelle: Paluch AE et al. Daily steps and all-cause mortality. Lancet Public Health 2022;7:e219–e228. doi:10.1016/S2468-2667(21)00302-9
Geprüft: 2026-10-24 (manuell + Agent-Audit)
Herz & KreislaufWahrscheinlichBeobachtungsstudie
Ausdauer-Fitness ist ein starker Prognosefaktor
Je besser die Leistung im Belastungstest, desto niedriger die Sterblichkeit. Eine Obergrenze war nicht zu erkennen.
Design
122.007 Patientinnen und Patienten mit Laufband-Belastungstest (rückblickende Auswertung).
Ergebnis
Fitteste Gruppe gegenüber der unfittesten: rund 80 % niedrigeres Sterberisiko (Hazard Ratio 0,20).
Einordnung
Beobachtungsdaten. Der Effekt von Training selbst wurde hier nicht getestet.
Rund 30 % weniger Herzinfarkte, Schlaganfälle und Herz-Kreislauf-Todesfälle als mit fettreduzierter Kontrollkost.
Design
7.447 Menschen (55–80 Jahre) mit hohem Herz-Kreislauf-Risiko in Spanien, auf drei Kostformen verteilt (an einzelnen Zentren nicht korrekt randomisiert).
Ergebnis
Hazard Ratio 0,69 mit nativem Olivenöl extra, 0,72 mit Nüssen.
Einordnung
2018 nach Korrektur von Randomisierungsfehlern neu veröffentlicht; das Ergebnis blieb bestehen.
Rauchen verkürzte die Lebenserwartung um mehr als 10 Jahre. Wer vor 40 aufhörte, vermied rund 90 % des zusätzlichen Sterberisikos.
Ergebnis
Gewonnene Lebensjahre durch Aufhören: mit 25–34 rund 10, mit 35–44 rund 9, mit 45–54 rund 6 Jahre.
Einordnung
Beobachtungsdaten aus den USA.
Quelle: Jha P et al. 21st-century hazards of smoking and benefits of cessation in the United States. N Engl J Med 2013;368:341–350. doi:10.1056/NEJMsa1211128
Geprüft: 2026-10-24 (manuell + Agent-Audit)
Herz & KreislaufWahrscheinlichKonsenspapier (AHA)
7–9 Stunden Schlaf pro Nacht
Die American Heart Association zählt Schlaf seit 2022 zu den acht Grundpfeilern der Herzgesundheit.
Design
Bewertungssystem „Life’s Essential 8“ der American Heart Association.
Ergebnis
7 bis unter 9 Stunden Schlaf erhalten bei Erwachsenen die volle Punktzahl.
Das Risiko hängt davon ab, wie hoch das LDL ist und wie viele Jahre die Gefäße ihm ausgesetzt sind.
Design
Konsenspapier der European Atherosclerosis Society.
Ergebnis
LDL ist eine Ursache der Gefäßverkalkung. Die Risikosenkung hängt von der absoluten LDL-Senkung und der Dauer niedrigerer Werte ab.
Quelle: Ference BA et al. Low-density lipoproteins cause atherosclerotic cardiovascular disease – EAS consensus. Eur Heart J 2017;38:2459–2472. doi:10.1093/eurheartj/ehx144
Jede medikamentöse Senkung des oberen Werts um 5 mmHg senkt das Risiko schwerer Herz-Kreislauf-Ereignisse um etwa 10 %, auch bei normalem oder hoch-normalem Ausgangswert.
Design
48 randomisierte Studien mit 344.716 Teilnehmenden.
Ergebnis
Je 5 mmHg systolischer Senkung: Hazard Ratio 0,91 bei Menschen ohne und 0,89 bei Menschen mit Herz-Kreislauf-Vorerkrankung.
Einordnung
Ob Medikamente nötig sind, entscheidet die Ärztin oder der Arzt anhand des Gesamtrisikos.
Pro 1 mmol/l (≈ 39 mg/dl) weniger LDL etwa 22 % weniger Herzinfarkte, Schlaganfälle und Gefäßeingriffe.
Design
26 randomisierte Statin-Studien mit rund 170.000 Teilnehmenden.
Ergebnis
Relatives Risiko 0,78 je 1 mmol/l LDL-Senkung.
Quelle: Cholesterol Treatment Trialists’ (CTT) Collaboration (Baigent C et al.). Lancet 2010;376:1670–1681. doi:10.1016/S0140-6736(10)61350-5
Geprüft: 2026-10-24 (manuell + Agent-Audit)
Herz & KreislaufKein Nutzen belegtRandomisierte Studie
Vitamin D
2.000 IE täglich senkten Herz-Kreislauf-Ereignisse bei Männern ab 50 und Frauen ab 55 in den USA nicht.
Design
VITAL: 25.871 Erwachsene (Männer ab 50, Frauen ab 55) in den USA; Teilnahme unabhängig vom Vitamin-D-Spiegel.
Ergebnis
Hazard Ratio 0,97, kein signifikanter Unterschied.
Quelle: Manson JE et al. (VITAL) Vitamin D supplements and prevention of cancer and cardiovascular disease. N Engl J Med 2019;380:33–44. doi:10.1056/NEJMoa1809944
Normales Fischöl (1 g) wirkte nicht. Ein hochdosiertes, verschreibungspflichtiges Präparat half Hochrisikopatienten, ein ähnliches dagegen nicht.
VITAL
1 g/Tag bei Gesunden: Hazard Ratio 0,92, nicht signifikant.
REDUCE-IT
4 g Icosapent-Ethyl bei erhöhten Triglyceriden: Hazard Ratio 0,75.
STRENGTH
4 g Omega-3-Carbonsäuren: Hazard Ratio 0,99, wegen Aussichtslosigkeit vorzeitig beendet.
Quelle: Manson JE et al. (VITAL) Marine n−3 fatty acids and prevention of cardiovascular disease and cancer. N Engl J Med 2019;380:23–32. doi:10.1056/NEJMoa1811403
Für Multivitamine fehlt ein Nutzennachweis. Von Vitamin E und Beta-Carotin zur Vorbeugung rät die US-Task-Force ab.
Design
Systematische Bewertung der US Preventive Services Task Force.
Ergebnis
Multivitamine: Evidenz unzureichend. Beta-Carotin und Vitamin E: Empfehlung dagegen.
Quelle: US Preventive Services Task Force (Mangione CM et al.). JAMA 2022;327:2326–2333. doi:10.1001/jama.2022.8970
Geprüft: 2026-10-24 (manuell + Agent-Audit)
GehirnWahrscheinlichLancet-Kommission
Fast die Hälfte der Demenzfälle hängt an beeinflussbaren Faktoren
Die Lancet-Kommission nennt 14 Risikofaktoren über das ganze Leben. Zusammen erklären sie nach ihrer Schätzung rund 45 % der Fälle.
Design
Bericht einer internationalen Expertenkommission.
Ergebnis
14 beeinflussbare Risikofaktoren, zusammen rund 45 % der Demenzfälle (Modellrechnung).
Einordnung
Geschätzter Anteil, kein Beweis, dass jeder einzelne Fall vermeidbar ist.
Quelle: Livingston G et al. Dementia prevention, intervention, and care: 2024 report of the Lancet standing Commission. Lancet 2024;404:572–628. doi:10.1016/S0140-6736(24)01296-0
Geprüft: 2026-10-24 (manuell + Agent-Audit)
GehirnWahrscheinlichRandomisierte Studie
Strengere Blutdruckkontrolle schützt das Denken
Ein oberer Zielwert unter 120 mmHg senkte leichte kognitive Störungen. Bei Demenz war der Unterschied nicht signifikant.
Design
SPRINT MIND: 9.361 Erwachsene mit Bluthochdruck, Zielwert unter 120 mmHg gegen Standardziel unter 140 mmHg.
Ergebnis
Leichte kognitive Störung: Hazard Ratio 0,81. Wahrscheinliche Demenz: Hazard Ratio 0,83, nicht signifikant.
Vitamin D, Omega-3 und Krafttraining bei Gesunden ab 70
Keiner der drei Ansätze verbesserte Blutdruck, körperliche Leistungsfähigkeit, Denkleistung, Knochenbrüche oder Infekte.
Design
DO-HEALTH: 2.157 Menschen ab 70 in fünf europäischen Ländern, 3 Jahre, 2×2×2-faktorielles Design. Vitamin D3 2.000 IE/Tag, Omega-3 1 g/Tag, Krafttraining 30 Min. 3× pro Woche (Kontrolle: Beweglichkeitsübungen).
Ergebnis
Kein signifikanter Nutzen bei allen sechs Hauptzielen.
Einordnung
Gilt für die hier untersuchten Menschen ab 70. Die Sturz-Studien oben betreffen andere Programme und Gruppen.
Beobachtungsdaten zeigen einen Zusammenhang, keinen Beweis für Ursache und Wirkung.
Quelle: Dong JY et al. Erectile dysfunction and risk of cardiovascular disease: meta-analysis of prospective cohort studies. J Am Coll Cardiol 2011;58:1378–1385. doi:10.1016/j.jacc.2011.06.024
Wechseljahres-Hormone nicht zur Krankheitsvorbeugung
Die Autoren der WHI-Studien sehen Hormone nicht als Mittel, um chronischen Krankheiten vorzubeugen. Gegen Beschwerden können sie für manche Frauen passen, nur nach ärztlicher Rücksprache.
Design
WHI: 27.347 Frauen nach den Wechseljahren, 50–79 Jahre, 40 Zentren in den USA.
Ergebnis
Östrogen plus Gestagen: invasiver Brustkrebs Hazard Ratio 1,24 (Interventionsphase). Keine der beiden Therapien beeinflusste die Gesamtsterblichkeit.
Achtung
Untersucht wurden bestimmte Präparate (CEE mit oder ohne MPA).
Quelle: Manson JE et al. Menopausal hormone therapy and health outcomes during the intervention and extended poststopping phases of the Women’s Health Initiative randomized trials. JAMA 2013;310:1353–1368. doi:10.1001/jama.2013.278040
Geprüft: 2026-10-24 (manuell + Agent-Audit)
Ganzer KörperNoch offenKeine Ergebnisse
Metformin als Anti-Aging-Mittel
Die dazu 2016 vorgeschlagene Studie TAME hat bis heute keine veröffentlichten Ergebnisse.
Stand
Studienkonzept 2016 veröffentlicht. Im Studienregister clinicaltrials.gov und in PubMed fanden wir bis Oktober 2026 keine Ergebnisse.
Quelle: Barzilai N et al. Metformin as a tool to target aging. Cell Metab 2016;23:1060–1065. doi:10.1016/j.cmet.2016.05.011
WHO/ILO-Schätzung: Todesfälle durch sehr lange Arbeitszeiten
WHO und ILO schätzen, dass 2016 weltweit etwa 745.000 Todesfälle durch Herzkrankheit und Schlaganfall auf Arbeitswochen von 55 Stunden oder mehr zurückgingen. Das ist eine Modellrechnung auf Basis von Beobachtungsstudien.
Design
Modellierung der Krankheitslast für 183 Länder. Risikowerte für Herzkrankheit aus einem systematischen Review (37 Studien, 768.751 Teilnehmende).
Ergebnis
488 Millionen Menschen arbeiteten 55 Stunden oder mehr pro Woche. Geschätzt 745.194 zuzuschreibende Todesfälle. Tod durch koronare Herzkrankheit: RR 1,17.
Achtung
Für 41–54 Stunden pro Woche war die Evidenz unzureichend.
Quelle: Pega F et al. Global, regional, and national burdens of ischemic heart disease and stroke attributable to exposure to long working hours (WHO/ILO). Environ Int 2021;154:106595. doi:10.1016/j.envint.2021.106595
Quelle: Li J et al. The effect of exposure to long working hours on ischaemic heart disease (WHO/ILO). Environ Int 2020;142:105739. doi:10.1016/j.envint.2020.105739
Ganzer KörperWahrscheinlichMetaanalyse von Beobachtungsstudien
Viel Sitzen? Viel Bewegung scheint es auszugleichen
Bei Menschen, die sich sehr viel bewegten (etwa 60–75 Minuten mäßig intensiv pro Tag), war langes Sitzen offenbar nicht mehr mit höherer Sterblichkeit verbunden. Wer viel saß und sich kaum bewegte, hatte das höchste Risiko.
Design
Metaanalyse von 13 Kohortenstudien, 1.005.791 Personen.
Ergebnis
Mehr als 8 Stunden Sitzen bei sehr hoher Aktivität: Hazard Ratio 1,04 gegenüber unter 4 Stunden Sitzen bei höchster Aktivität. Mehr als 8 Stunden Sitzen bei sehr wenig Aktivität: 1,59.
Achtung
Bei 5 Stunden Fernsehen pro Tag oder mehr blieb das Risiko auch bei hoher Aktivität erhöht. Beobachtungsdaten.
Quelle: Ekelund U et al. Does physical activity attenuate, or even eliminate, the detrimental association of sitting time with mortality? Lancet 2016;388:1302–1310. doi:10.1016/S0140-6736(16)30370-1
Bei beschwerdefreien Menschen mit Helicobacter-pylori-Infektion trat nach einer Behandlung der Infektion seltener Magenkrebs auf als ohne Behandlung, und weniger Menschen starben daran. Die Studien stammen fast alle aus Asien; für Europa ist der Nutzen weniger sicher.
Design
Cochrane-Übersicht über 7 randomisierte Studien mit 8.323 gesunden, beschwerdefreien Erwachsenen mit Helicobacter-pylori-Infektion; Behandlung (mindestens eine Woche) gegen Placebo oder keine Behandlung, Nachbeobachtung mindestens 2 Jahre. 6 der 7 Studien in asiatischen Bevölkerungen.
Ergebnis
Magenkrebs: Risikoverhältnis 0,54 (95-%-KI 0,40–0,72). Tod durch Magenkrebs: Risikoverhältnis 0,61 (0,40–0,92; 4 Studien, 6.301 Personen). Gesamtsterblichkeit: kaum oder kein Unterschied (Risikoverhältnis 0,97; 0,85–1,12).
Einordnung
Mittlere Vertrauenswürdigkeit der Evidenz. Die Autoren betonen, dass sich die Ergebnisse nicht ohne Weiteres auf Bevölkerungen außerhalb Asiens übertragen lassen. Nebenwirkungen wurden in den Studien schlecht berichtet.
Quelle: Ford AC et al. Helicobacter pylori eradication for the prevention of gastric neoplasia. Cochrane Database Syst Rev 2020;7:CD005583. doi:10.1002/14651858.CD005583.pub3
Helicobacter-Behandlung bei Magenkrebs in der Familie
Bei infizierten Menschen, deren Eltern, Geschwister oder Kinder Magenkrebs hatten, erkrankten nach einer einwöchigen Eradikationstherapie in rund 9 Jahren 1,2 % an Magenkrebs, mit Placebo 2,7 %.
Design
Doppelblinde, placebokontrollierte Studie an einem Zentrum in Südkorea: 1.838 Verwandte ersten Grades von Magenkrebs-Erkrankten mit Helicobacter-pylori-Infektion; 7 Tage Lansoprazol, Amoxicillin und Clarithromycin oder Placebo; ausgewertet 1.676 Personen, mediane Nachbeobachtung 9,2 Jahre.
Ergebnis
Magenkrebs bei 1,2 % (Behandlung) gegenüber 2,7 % (Placebo); Hazard Ratio 0,45 (95-%-KI 0,21–0,94). Leichte Nebenwirkungen häufiger mit Behandlung (53,0 % gegenüber 19,1 %).
Einordnung
Einzelne Studie an einem Zentrum in Südkorea mit wenigen Krebsfällen (10 gegenüber 23); ob sich das Ergebnis auf andere Bevölkerungen übertragen lässt, ist offen.
Quelle: Choi IJ et al. Family History of Gastric Cancer and Helicobacter pylori Treatment. N Engl J Med 2020;382:427-436. doi:10.1056/NEJMoa1909666
MagenWahrscheinlichMetaanalyse von Beobachtungsstudien
Viel Salz und Magenkrebs
Hoher Salzkonsum hängt mit einem höheren Magenkrebsrisiko zusammen: In Langzeit-Beobachtungsstudien lag es bei hohem gegenüber niedrigem Salzkonsum beim 1,68-Fachen.
Design
Metaanalyse von 7 prospektiven Studien (10 Kohorten) mit 268.718 Teilnehmenden und 1.474 Magenkrebsfällen; Nachbeobachtung 6–15 Jahre.
Ergebnis
Hoher gegenüber niedrigem Salzkonsum: Risikoverhältnis 1,68 (95-%-KI 1,17–2,41); mäßig hoher gegenüber niedrigem: 1,41 (1,03–1,93).
Einordnung
Beobachtungsdaten zeigen einen Zusammenhang, keinen Beweis für Ursache und Wirkung. Der Zusammenhang war in der japanischen Bevölkerung stärker.
Quelle: D'Elia L et al. Habitual salt intake and risk of gastric cancer: a meta-analysis of prospective studies. Clin Nutr 2012;31:489-498. doi:10.1016/j.clnu.2012.01.003
MagenWahrscheinlichMetaanalyse von Beobachtungsstudien
Rauchen und Magenkrebs
Rauchen hängt mit einem höheren Magenkrebsrisiko zusammen: Bei aktuell rauchenden Männern lag es beim 1,62-Fachen, bei aktuell rauchenden Frauen beim 1,20-Fachen des Risikos von Nie-Rauchenden. Je mehr Zigaretten, desto höher war das Risiko.
Design
Systematische Übersicht mit Metaanalyse von Kohortenstudien (42 Artikel), Literatur bis Juli 2007.
Ergebnis
Aktuell Rauchende gegenüber Nie-Rauchenden: Risikoverhältnis 1,62 bei Männern (95-%-KI 1,50–1,75; 18 Studien) und 1,20 bei Frauen (1,01–1,43; 9 Studien); Anstieg von 1,3 bei geringstem Konsum auf 1,7 bei etwa 30 Zigaretten pro Tag.
Einordnung
Beobachtungsdaten; die Autoren werten Rauchen als wichtigsten verhaltensbezogenen Risikofaktor für Magenkrebs. Die Studie untersucht nicht direkt den Effekt eines Rauchstopps.
Quelle: Ladeiras-Lopes R et al. Smoking and gastric cancer: systematic review and meta-analysis of cohort studies. Cancer Causes Control 2008;19:689-701. doi:10.1007/s10552-008-9132-y
Einmalige Vorsorge-Darmspiegelung: weniger Darmkrebs
Wer zu einer einzigen Darmspiegelung eingeladen wurde, erkrankte in 13 Jahren seltener an Darmkrebs (1,46 % gegenüber 1,80 % ohne Einladung). Bei der Darmkrebs-Sterblichkeit war der Unterschied bisher nicht statistisch gesichert.
Design
Randomisierte Studie (NordICC) mit 84.583 Männern und Frauen von 55 bis 64 Jahren aus Norwegen, Polen und Schweden; im Verhältnis 1:2 Einladung zu einer Darmspiegelung oder keine Vorsorge. 42,0 % der Eingeladenen ließen die Darmspiegelung machen (Stand 10-Jahres-Auswertung).
Ergebnis
Nach 13 Jahren, alle Eingeladenen (Intention-to-screen): Darmkrebs Risikoverhältnis 0,81 (95-%-KI 0,71–0,90), Darmkrebs-Tod 0,88 (0,68–1,08). Geschätzter Effekt bei tatsächlicher Teilnahme (Per-Protocol): Darmkrebs 0,55 (0,33–0,81), Darmkrebs-Tod 0,70 (0,26–1,25). Nach 10 Jahren: 18 % weniger Darmkrebs (0,98 % gegenüber 1,20 %); 455 Einladungen, um einen Darmkrebsfall zu verhindern; Gesamtsterblichkeit unverändert (Risikoverhältnis 0,99).
Einordnung
„Gut belegt“ gilt für die Zahl der Neuerkrankungen, nicht für die Sterblichkeit. Die Per-Protocol-Werte zeigen den möglichen Effekt bei tatsächlicher Teilnahme, sind aber anfälliger für Verzerrung als der Vergleich aller Eingeladenen. Die Darmkrebs-Sterblichkeit ohne Vorsorge war niedriger als bei Studienplanung erwartet (0,47 % statt 0,82 %). Komplikationen: 15 schwere Blutungen nach Polypenentfernung, keine Darmdurchbrüche.
Quelle: Kaminski MF et al. Long-term effects of colonoscopy screening on colorectal cancer incidence and mortality: a multicountry, population-based randomised controlled trial. Lancet 2026;407:1787-1795. doi:10.1016/S0140-6736(26)00508-8
Quelle: Bretthauer M et al. Effect of Colonoscopy Screening on Risks of Colorectal Cancer and Related Death. N Engl J Med 2022;387:1547-1556. doi:10.1056/NEJMoa2208375
Wiederholte Stuhltests auf verstecktes Blut senkten in randomisierten Studien das relative Risiko, an Darmkrebs zu sterben, um 16 %. Bei Menschen, die mindestens einmal teilnahmen, waren es 25 %.
Design
Cochrane-Übersicht über 4 randomisierte Studien (dazu 2 kontrollierte Studien) mit zusammen über 320.000 Teilnehmenden; Stuhltest (Hemoccult, Guajak-Test) mehrfach gegenüber keinem Screening; Nachbeobachtung 8–18 Jahre.
Ergebnis
Darmkrebs-Sterblichkeit: Risikoverhältnis 0,84 (95-%-KI 0,78–0,90) für alle zum Screening Eingeteilten; 0,75 (0,66–0,84) für Menschen, die an mindestens einer Runde teilnahmen; 0,85 (0,78–0,92) bei Test alle 2 Jahre.
Einordnung
Untersucht wurde der ältere Guajak-Test; heute wird meist der immunologische Stuhltest (FIT) verwendet. Mögliche Nachteile laut Übersicht: falsch-positive Ergebnisse, Komplikationen der Darmspiegelung, Überdiagnosen.
Quelle: Hewitson P et al. Screening for colorectal cancer using the faecal occult blood test, Hemoccult. Cochrane Database Syst Rev 2007;(1):CD001216. doi:10.1002/14651858.CD001216.pub2
DarmWahrscheinlichMetaanalyse von Beobachtungsstudien
Ballaststoffreiche Ernährung
Viele Ballaststoffe hängen in Beobachtungsstudien mit einem um 15–30 % geringeren Risiko für mehrere Erkrankungen zusammen, darunter Darmkrebs. Die größte Risikominderung über mehrere Endpunkte zeigte sich bei 25–29 g Ballaststoffen pro Tag. Höhere Mengen waren in Dosis-Wirkungs-Analysen eher noch günstiger.
Design
Reihe systematischer Übersichten: 185 prospektive Beobachtungsstudien (knapp 135 Millionen Personenjahre) und 58 klinische Studien mit 4.635 Erwachsenen; Menschen mit chronischen Erkrankungen ausgeschlossen.
Ergebnis
Beobachtungsstudien: 15–30 % weniger Gesamt- und Herz-Kreislauf-Sterblichkeit, koronare Herzkrankheit, Schlaganfall, Typ-2-Diabetes und Darmkrebs bei höchster gegenüber niedrigster Ballaststoffzufuhr. Klinische Studien: niedrigeres Körpergewicht, niedrigerer systolischer Blutdruck und niedrigeres Gesamtcholesterin bei höherer Ballaststoffzufuhr.
Einordnung
Der Darmkrebs-Befund stammt aus Beobachtungsdaten (Zusammenhang, kein Beweis); die randomisierten Studien untersuchten Risikofaktoren wie Gewicht, Blutdruck und Cholesterin. Vertrauenswürdigkeit der Evidenz für Ballaststoffe: mittel (GRADE).
Quelle: Reynolds A et al. Carbohydrate quality and human health: a series of systematic reviews and meta-analyses. Lancet 2019;393:434-445. doi:10.1016/S0140-6736(18)31809-9
DarmWahrscheinlichMetaanalyse von Beobachtungsstudien
Rotes und verarbeitetes Fleisch
Viel rotes und verarbeitetes Fleisch (z. B. Wurst) hängt mit einem höheren Darmkrebsrisiko zusammen. Je 50 g verarbeitetes Fleisch mehr pro Tag lag das Risiko relativ um rund 18 % höher.
Design
Metaanalyse prospektiver Beobachtungsstudien (Literatur bis März 2011).
Ergebnis
Höchster gegenüber niedrigstem Verzehr von rotem und verarbeitetem Fleisch: Risikoverhältnis 1,22 (95-%-KI 1,11–1,34); je 100 g/Tag mehr: 1,14 (1,04–1,24). Frisches rotes Fleisch je 100 g/Tag: 1,17 (1,05–1,31); verarbeitetes Fleisch je 50 g/Tag: 1,18 (1,10–1,28).
Einordnung
Beobachtungsdaten; ein Zusammenhang, kein Beweis für Ursache und Wirkung. Der Risikoanstieg flachte ab etwa 140 g/Tag ab. Insgesamt waren die Zusammenhänge für Dick- und Enddarmkrebs ähnlich; bei getrennter Betrachtung von frischem und verarbeitetem Fleisch zeigte sich für Enddarmkrebs kein signifikanter Zusammenhang.
Quelle: Chan DS et al. Red and processed meat and colorectal cancer incidence: meta-analysis of prospective studies. PLoS One 2011;6:e20456. doi:10.1371/journal.pone.0020456
DarmWahrscheinlichMetaanalyse von Beobachtungsstudien
Körperlich aktiv sein
Körperliche Aktivität hängt mit einem geringeren Dickdarmkrebsrisiko zusammen – bei Männern und Frauen ähnlich (Risikoverhältnis insgesamt 0,76). In Kohortenstudien war der Zusammenhang schwächer (0,83).
Design
Metaanalyse von 52 Beobachtungsstudien (Kohorten- und Fall-Kontroll-Studien) zu körperlicher Aktivität und Dickdarmkrebs, Literatur bis Juni 2008.
DarmWahrscheinlichMetaanalyse von Beobachtungsstudien
Rauchen und Darmkrebs
Jemals geraucht zu haben (gegenüber nie) hängt mit einem höheren Risiko zusammen, an Darmkrebs zu erkranken (1,18-fach) und daran zu sterben (1,25-fach). Bei der Neuerkrankung war der Zusammenhang erst nach 30 Jahren Rauchen statistisch gesichert.
Design
Metaanalyse von 106 Beobachtungsstudien zur Neuerkrankung (davon 26 mit adjustierten Schätzwerten für jemals gegenüber nie Rauchende) und 17 Kohortenstudien zur Sterblichkeit (Literatur bis Mai 2008).
Ergebnis
Jemals gegenüber nie Rauchende: Neuerkrankung Risikoverhältnis 1,18 (95-%-KI 1,11–1,25), entspricht 10,8 zusätzlichen Fällen pro 100.000 Personenjahre; Sterblichkeit 1,25 (1,14–1,37), entspricht 6,0 zusätzlichen Todesfällen pro 100.000 Personenjahre. Bei der Neuerkrankung: je mehr Packungsjahre und Zigaretten pro Tag, desto höher das Risiko.
Einordnung
Beobachtungsdaten; Zusammenhang, kein Beweis. Der Zusammenhang war für Enddarmkrebs stärker als für Dickdarmkrebs. Die Studie untersucht nicht direkt den Effekt eines Rauchstopps.
Quelle: Botteri E et al. Smoking and colorectal cancer: a meta-analysis. JAMA 2008;300:2765-2778. doi:10.1001/jama.2008.839
Bei Menschen mit chronischer Nierenkrankheit verlangsamte gezieltes Mehrtrinken den Rückgang der Nierenfunktion nach einem Jahr nicht.
Design
631 Erwachsene mit chronischer Nierenkrankheit Stadium 3 (eGFR 30–60 ml/min/1,73 m²) mit erhöhtem Albumin im Urin und einer Urinmenge unter 3 Litern pro Tag in 9 Zentren in Ontario, Kanada. Eine Gruppe wurde angeleitet, mehr Wasser zu trinken, die andere, bei der gewohnten Menge zu bleiben; 12 Monate.
Ergebnis
Die Urinmenge stieg in der Trinkgruppe um 0,6 Liter pro Tag mehr. Die eGFR sank um 2,2 gegenüber 1,9 ml/min/1,73 m²; der Unterschied von −0,3 war nicht signifikant (P = 0,74).
Einordnung
Beobachtungsstudien hatten einen Zusammenhang zwischen höherer Trinkmenge und besserer Nierenfunktion gezeigt. Die Autoren halten ihre Studie möglicherweise für zu klein, um einen klinisch wichtigen Unterschied zu erkennen. Die Studie wurde von Danone Research mitfinanziert; mehrere Autoren erhielten Zuwendungen von Danone.
Quelle: Clark WF, Sontrop JM, Huang SH et al. Effect of Coaching to Increase Water Intake on Kidney Function Decline in Adults With Chronic Kidney Disease: The CKD WIT Randomized Clinical Trial. JAMA 2018;319(18):1870-1879. doi:10.1001/jama.2018.4930
Die internationale Nierenleitlinie rät, Menschen mit Risikofaktoren auf Albumin im Urin und auf die Filterleistung (eGFR) zu testen. Vorrangig gilt das bei Bluthochdruck, Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen.
Design
Praxis-Empfehlung der KDIGO-Leitlinie 2024 (Expertenurteil, kein formaler Evidenzgrad).
Ergebnis
Getestet werden sollen beide Werte. Bei Diabetes empfehlen ADA und KDIGO eine jährliche Untersuchung, bei Typ-2-Diabetes ab der Diagnose, bei Typ-1-Diabetes ab 5 Jahre nach der Diagnose. Ein auffälliger Einzelwert soll wiederholt werden.
Einordnung
Laut Leitlinie wissen weltweit nur 6 % der Allgemeinbevölkerung und 10 % der Risikogruppen um ihren Nierenstatus. Für die Testhäufigkeit bei Risikopersonen allgemein gibt es keine evidenzbasierte Empfehlung; bei Diabetes rät ein Konsens zu jährlichen Tests.
Quelle: Kidney Disease: Improving Global Outcomes (KDIGO) CKD Work Group. KDIGO 2024 Clinical Practice Guideline for the Evaluation and Management of Chronic Kidney Disease. Kidney Int 2024;105(4S):S117-S314. doi:10.1016/j.kint.2023.10.018
In Studien über bis zu 36 Wochen senkte weniger Salz bei Nierenkranken den Blutdruck und das Albumin im Urin. Ob dadurch auch Nierenversagen seltener wird, wurde in Langzeitstudien nicht geprüft.
Design
Empfehlung der KDIGO-Leitlinie 2024 auf Basis randomisierter Studien mit Ersatzmesswerten (Blutdruck, Albumin im Urin).
Ergebnis
Vorgeschlagen werden weniger als 2 g Natrium pro Tag, entsprechend weniger als 5 g Kochsalz. Weltweit liegt die durchschnittliche Aufnahme bei geschätzt 4.310 mg Natrium (10,78 g Salz) pro Tag.
Einordnung
Die Empfehlung gilt nach der Leitlinie unter Umständen nicht bei salzverlierenden Nierenerkrankungen, Mangelernährung oder extremer Hitze.
Quelle: Kidney Disease: Improving Global Outcomes (KDIGO) CKD Work Group. KDIGO 2024 Clinical Practice Guideline for the Evaluation and Management of Chronic Kidney Disease. Kidney Int 2024;105(4S):S117-S314. doi:10.1016/j.kint.2023.10.018
Bei leichter bis mittelschwerer COPD verloren Menschen, die dauerhaft aufhörten, danach nur halb so schnell Lungenfunktion wie Weiterrauchende (Vergleich nach tatsächlichem Rauchverhalten, nicht nach Losgruppe). Das zugeloste Rauchstopp-Programm senkte die Sterblichkeit.
Design
Lung Health Study, 10 Zentren in den USA und Kanada: Rauchende mit leichter bis mittelschwerer Atemwegsverengung, zufällig einem Rauchstopp-Programm (10 Wochen, u. a. Nikotinkaugummi) oder üblicher Versorgung zugeteilt. Lungenfunktion 5 Jahre lang jährlich gemessen (3.926 Teilnehmende, Durchschnittsalter 48,5 Jahre); Sterblichkeit bei 5.887 Teilnehmenden bis zu 14,5 Jahre verfolgt.
Ergebnis
Im Jahr nach dem Aufhören stieg die Einsekundenkapazität (FEV1) im Mittel um 47 ml. Danach sank sie bei dauerhaft Rauchfreien halb so schnell wie bei Weiterrauchenden (31 vs. 62). Sterblichkeit: 8,83 vs. 10,38 Todesfälle pro 1.000 Personenjahre (Programm vs. übliche Versorgung).
Einordnung
Der Lungenfunktions-Vergleich erfolgte nach tatsächlichem Rauchverhalten, nicht nach Losgruppe. Nach 5 Jahren waren 21,7 % der Programmgruppe rauchfrei, in der üblichen Versorgung 5,4 %.
Quelle: Scanlon PD et al. Smoking cessation and lung function in mild-to-moderate chronic obstructive pulmonary disease. The Lung Health Study. Am J Respir Crit Care Med 2000;161:381–390. doi:10.1164/ajrccm.161.2.9901044
Quelle: Anthonisen NR et al. The effects of a smoking cessation intervention on 14.5-year mortality: a randomized clinical trial. Ann Intern Med 2005;142:233–239. doi:10.7326/0003-4819-142-4-200502150-00005
Beta-Carotin schützt Rauchende nicht vor Lungenkrebs
Bei rauchenden Männern traten mit Beta-Carotin als Nahrungsergänzung 18 % mehr Lungenkrebsfälle auf als ohne. Vitamin E senkte das Lungenkrebsrisiko nicht.
Design
29.133 rauchende Männer (50–69 Jahre) in Südwestfinnland; täglich Vitamin E (50 mg), Beta-Carotin (20 mg), beides oder Placebo; 5 bis 8 Jahre Nachbeobachtung.
Ergebnis
Beta-Carotin: Lungenkrebs-Häufigkeit +18 % (95-%-Konfidenzintervall +3 bis +36 %), Gesamtsterblichkeit +8 %. Vitamin E: Lungenkrebs −2 % (nicht signifikant), mehr Todesfälle durch hämorrhagischen Schlaganfall.
Einordnung
Ergebnis gilt für rauchende Männer und hoch dosierte Präparate.
Quelle: Alpha-Tocopherol, Beta Carotene Cancer Prevention Study Group. The effect of vitamin E and beta carotene on the incidence of lung cancer and other cancers in male smokers. N Engl J Med 1994;330:1029–1035. doi:10.1056/NEJM199404143301501
Die europäische Leitlinie nennt als Ziel: mindestens 5 % Gewichtsabnahme, um das Leberfett zu senken, 7–10 % für die Entzündung und mindestens 10 % für die Vernarbung (Fibrose).
Design
Leitlinie von EASL, EASD und EASO (2024). Dazu eine prospektive Studie: 293 Menschen mit per Biopsie gesicherter Fettleberentzündung (NASH) in Havanna, Kuba; 52 Wochen Lebensstiländerung, Leberbiopsie vorher und nachher (261 gepaarte Biopsien).
Ergebnis
Nur 30 % erreichten mindestens 5 % Gewichtsverlust. Bei mindestens 10 % Gewichtsverlust war die Entzündung bei 90 % abgeheilt und die Fibrose bei 45 % zurückgegangen.
Einordnung
Die Studie hatte keine Vergleichsgruppe. Langzeitdaten zu Leberkomplikationen und Sterblichkeit fehlen laut Leitlinie noch.
Quelle: European Association for the Study of the Liver (EASL), European Association for the Study of Diabetes (EASD), European Association for the Study of Obesity (EASO). EASL-EASD-EASO Clinical Practice Guidelines on the management of metabolic dysfunction-associated steatotic liver disease (MASLD). Obes Facts 2024;17:374–444. doi:10.1159/000539371
Quelle: Vilar-Gomez E et al. Weight loss through lifestyle modification significantly reduces features of nonalcoholic steatohepatitis. Gastroenterology 2015;149:367–378.e5. doi:10.1053/j.gastro.2015.04.005