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45 %
der Demenzfälle weltweit hängen nach Schätzung der Lancet-Kommission an 14 beeinflussbaren Risikofaktoren.
Livingston G et al. Dementia prevention, intervention, and care: 2024 report of the Lancet standing Commission. Lancet 2024;404:572–628
Belegte Aussagen
WahrscheinlichLancet-Kommission
Fast die Hälfte der Demenzfälle hängt an beeinflussbaren Faktoren
Die Lancet-Kommission nennt 14 Risikofaktoren über das ganze Leben. Zusammen erklären sie nach ihrer Schätzung rund 45 % der Fälle.
Design
Bericht einer internationalen Expertenkommission.
Ergebnis
14 beeinflussbare Risikofaktoren, zusammen rund 45 % der Demenzfälle (Modellrechnung).
Einordnung
Geschätzter Anteil, kein Beweis, dass jeder einzelne Fall vermeidbar ist.
Quelle: Livingston G et al. Dementia prevention, intervention, and care: 2024 report of the Lancet standing Commission. Lancet 2024;404:572–628. doi:10.1016/S0140-6736(24)01296-0
Geprüft: 2026-10-24 (manuell + Agent-Audit)
WahrscheinlichRandomisierte Studie
Strengere Blutdruckkontrolle schützt das Denken
Ein oberer Zielwert unter 120 mmHg senkte leichte kognitive Störungen. Bei Demenz war der Unterschied nicht signifikant.
Design
SPRINT MIND: 9.361 Erwachsene mit Bluthochdruck, Zielwert unter 120 mmHg gegen Standardziel unter 140 mmHg.
Ergebnis
Leichte kognitive Störung: Hazard Ratio 0,81. Wahrscheinliche Demenz: Hazard Ratio 0,83, nicht signifikant.
Ernährung, Training, Gedächtnistraining und Kontrolle der Gefäßrisiken verbesserten bei 60- bis 77-Jährigen die Denkleistung über 2 Jahre. Der Effekt war klein.
Design
FINGER: 1.260 Menschen, 60–77 Jahre, mit erhöhtem Demenzrisiko.
Ergebnis
Testbatterie (NTB): Unterschied 0,022 Standardabweichungen pro Jahr zugunsten der Intervention (p = 0,03).
Insgesamt kein Unterschied beim geistigen Abbau über 3 Jahre. In einer vorab geplanten Zusatzauswertung bei Menschen mit höherem Risiko verlief er langsamer.
Design
ACHIEVE: 977 Menschen von 70 bis 84 Jahren mit Hörverlust, Hörversorgung gegen Kontrollgruppe.
Ergebnis
Hauptergebnis: kein signifikanter Unterschied. Zusatzauswertung (238 Menschen mit höherem Risiko): 48 % weniger Abbau.
Einordnung
Die Zusatzauswertung ist weniger sicher als das Hauptergebnis.
Wer 55 Stunden pro Woche oder mehr arbeitete, hatte in Langzeitstudien ein höheres Schlaganfallrisiko als Menschen mit 35–40 Stunden. Der Zusammenhang mit koronarer Herzkrankheit war schwächer.
Design
Metaanalyse von Kohortenstudien: 603.838 Personen (koronare Herzkrankheit) bzw. 528.908 (Schlaganfall).
Ergebnis
55 Stunden und mehr gegenüber 35–40 Stunden: Schlaganfall RR 1,33; koronare Herzkrankheit RR 1,13.
Einordnung
Beobachtungsdaten; Ursache und Wirkung sind nicht bewiesen.
Quelle: Kivimäki M et al. Long working hours and risk of coronary heart disease and stroke. Lancet 2015;386:1739–1746. doi:10.1016/S0140-6736(15)60295-1
Achtsamkeitsprogramme verringerten Angst, Depressivität und Schmerz um ein kleines bis mittleres Maß. Hinweise, dass sie besser als Sport, Medikamente oder andere Therapien waren, fanden sich nicht.
Design
Metaanalyse von 47 randomisierten Studien mit 3.515 Teilnehmenden.
Ergebnis
Achtsamkeitsprogramme nach 8 Wochen: Effektstärke Angst 0,38, Depression 0,30; nach 3–6 Monaten 0,22 bzw. 0,23; Schmerz 0,33 (jeweils moderate Evidenz).
Einordnung
Für Schlaf, Gewicht und Aufmerksamkeit fand sich keine oder unzureichende Evidenz.
Quelle: Goyal M et al. Meditation programs for psychological stress and well-being. JAMA Intern Med 2014;174:357–368. doi:10.1001/jamainternmed.2013.13018